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Das Geheimnis der Faberge-Eier

Das Ei spielt als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit eine zentrale Rolle in fast allen Kulturen. Der Brauch, an Ostern Eier zu verschenken, geht auf die heilige Maria Magdalena zurück. Anlässlich der Himmelfahrt von Jesus Christus fuhr sie nach Rom, um eine Predigt zu halten. Dem römischen Kaiser Tiberius übergab sie ein rotes Ei und sprach: "Christus ist auferstanden." Dem Ei kommt damit eine symbolische Funktion zu. Es steht für den Leib Christi und dessen Auferstehung. Das rote Ei Maria Magdalenas war gleichbedeutend mit dem Blut und Leiden Christi.

Die schönsten und teuersten Ostereier fertigte der Juwelier Peter Carl Faberge für die Zarenfamilie. Den Durchbruch schaffte Carl Faberge im Jahre 1885. Der Hof des Zaren hatte den Goldschmied damit beauftragt, ein Osterei besonderer Güte herzustellen. Auf den ersten Blick sieht dieses erste Ei für den Zaren aus wie ein gewöhnliches Hühnerei. Das Hennen-Ei ist aber aus Gold gefertigt und mit Emaille überzogen. In seinem Inneren sitzt eine brütende Henne, deren Federn aus gelbem, rotem und grünem Gold und deren Augen aus Rubinen sind.

Es wurde zur Tradition Faberges, jedes Jahr zwei äußerst komplizierte und fein gearbeitete Ostereier für den Zaren zu entwerfen - und es ist unbestritten: Jedes Einzelne dieser farben- und edelmetallprächtigen "faberge objets d'arts" ist ein Unikat.

Die Wirkungsstätte von Peter Carl Faberge, 1846 in St.Petersburg geboren, können Sie in der Bolschaja Morskaya uliza 24 in St. Petersburg - leider nur von außen - besichtigen. Das Gebäude liegt in der Nähe zum Winterpalast und beherbergte einen Ausstellungsraum mit roten Granitpfeilern im Erdgeschoss und in den oberen Stockwerken die Werkstätten. Seit 1996 erinnert eine Gedenktafel am Haus an den Goldschmiedekünstler.