Russisches Museum
Stadtrundfahrt »
Peter-Paul-Festung »
Zarskoje Selo ( Puschkin) »
Katharinenpalast »
Bernsteinzimmer »
Pawlowsk »
Eremitage »
St. Isaak Kathedrale »
Bootsfahrt »
Nowgorod »
Russisches Museum »
Peterhof »
Alexandr-Newski-Kloster »
Dostoewski-Museum »
Mariinski-Theater »
Jussupow-Palast »
Folklore-Show im Nikolaewskij Palast »
Das Russische Museum ist im wunderschönen klassizistischen Michailow-Palast untergebracht, der von Carlo Rossi in Jahren1819 bis 1825 für den Großfürsten Michail Pawlowitsch errichtet wurde. Im Jahr 1898 wurde das Museum unter Nikolaus II. öffentlich zugänglich gemacht. Zunächst wurden nur die offiziell genehmigten Werke der Akademie der Künste, die im Jahr 1757 gegründet wurde, ausgestellt. Nach der Verstaatlichung des Museums im Zuge der Revolution wurde die Sammlung um die Kunstwerke aus Palästen, Kirchen und Privatbesitz erweitert. Heute verfügt das Museum über die weltweit größte Sammlung russischer Werke und stellt den Werdegang der russischen Kunst über alle Epochen hinweg bis in die Gegenwart dar.
Eine umfassenden Sammlung der Ikonen vom 12. bis zum 17. Jh eröffnet die Kunstausstellung. Die eher düster und statisch gehaltenen Bildnisse umgeben die Heiligen mit einer mystischen Aura und einer himmlischen Anmut. Vor allem die Arbeiten von Andrei Rubljow werden als Höhepunkt der russischen Ikonenmalerei betrachtet. Unter dem Einfluss Peters des Großen und nach der Gründung der Akademie der Künste öffnete sich die russische Malerei immer mehr den Einflüssen europäischer Kunst und löste sich von ihren byzantinischen Wurzeln. Die riesigen Seebilder von Iwan Aiwasowski und die Werke vom bekannten Historienmaler Karl Brjullow, "Letzter Tag von Pompeji", fanden ihre Anregung in der Romantik.
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. formierte sich eine Gemeinschaft der Künstler, die sog. "Wanderer", die mehr sozialer Relevanz in der Malerei forderten. Ein bekannter Vertreter der Richtung war Ilja Repin, der mit dem Bild "Die Wolgatreidler" die soziale Ungerechtigkeit jener Zeiten zum Ausdruck brachte. Parallel erfuhrt das Slawische eine Renaissance, was in der Darstellung der Episoden aus der russischen Geschichte resultierte. Auch die Landschaftsmalerei wurde neu belebt. Einer der bekanntesten Maler, der seine Werke der Schönheit russischer Landschaften widmete, war Isaak Lewitan. Gegen Ende des 19. Jh. gründeten Alexandr Benua und der Kunstkritiker und Impressario Sergei Diaghilew die Bewegung "Die Welt der Kunst", die die "sozial nützliche Kunst" zugunsten einer "reinen und feinen Kunst" ablehnte und somit die russische Malerei dem Einfluss Westeuropas öffneten. Die russische Kunst des 20. Jh. ist weiterhin geprägt durch die dunklen, grüblerischen Bilder des Symbolisten Michail Wrubel, dessen bekanntestes Werk "Sechsflügeliger Seraph" ist.
Die russische Avantgardisten wie Michail Larionow und Natalija Gontscharowa nutzten zunächst russische Volkskunst für ihre Motive bis sie sich dem Futurismus wendeten. Die Bilder von Kasimir Malewitsch, denen einfache geometrische Formen zu Grunde liegen, resultierten im Suprematismus. Ein weiterer berühmter Vertreter der russischen abstrakten Kunst ist Wassily Kandinsky, Mitglied der Münchner Gruppe "Der Blaue Reiter". Exponate der folkloristischen Kunst wie feinste gestrickte Gobelins, traditionelle Kopfbedeckungen, Lackgeschirr und Porzellanspielzeug runden die umfassende Kunstsammlung ab.
Für weitere Infos wenden Sie sich bitte an info@kompasstours.com
Alle Angaben ohne Gewähr.
Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Reisebedingungen.

